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21.02.2020 12:00:00

Warum sind Kenntnisse im General Management so wichtig? Für wen lohnt sich eine Teilnahme auf jeden Fall?

Melanie Hilbert:

Als Fachverantwortliche habe ich festgestellt, dass dieses Zertifizierungsprogramm zu allen passt, die die nächsten Schritte auf der Karriereleiter machen und weiterkommen möchten. Die Zielgruppe ist sehr gemischt, die Teilnehmer kommen aus unterschiedlichen Gründen und haben zumeist keine Zeit für ein Masterstudium. Sie haben bereits ein Studium abgeschlossen und stehen mitten im Berufsleben. Ihr Arbeitsalltag orientiert sich an der Praxis, sie sind Experten in ihrem Fach und stehen oft vor neuen Herausforderungen, Veränderungswünschen oder Wiedereinstiegen. Oft melden sich Interessenten, die bereits Führungsverantwortung mitbringen, aber einen anderen beruflichen Hintergrund aufweisen, wie zum Beispiel Ingenieure oder Juristen. Der Fokus liegt dabei immer auf dem Wunsch nach mehr und fundiertem Management-Wissen mit einem qualifizierten Zertifikat als Bestätigung für die gewonnene Kompetenz, mit dem man sich weiterempfehlen kann. Auf jeden Fall zeigen alle den Willen und Engagement, in sich selbst zu investieren. Diese, wie auch die anderen Anforderungen können wir mit dem General Management Programm sehr gut erfüllen.

Das Programm ist mit einer Dauer von drei Monaten und je 2-3 Seminartagen pro Monat sehr komprimiert. Diese zeitliche Komponente kommt den Interessenten entgegen und ist ein absoluter USP.

Aus Sicht der Dozenten: Wie gehen Sie auf die Zielgruppe ein? Welches Lehr- und Lernkonzept wenden Sie an?

Prof. Dr. Barthel

Man gibt mit einer solchen Weiterbildung jemandem die Möglichkeit, andere zu verstehen, andere Sichtweisen kennenzulernen und die Sprache des Managements zu erlernen – über ein Buzzword-Bingo hinaus. Für Führung ist mehr notwendig als Fachkompetenz, zum Beispiel Sozialkompetenz und Handlungskompetenz. Die Teilnehmer sollen verstehen, dass sie nicht nur als Fachexperten agieren, sondern als Teil des Managements einen übergeordneten Blick einnehmen.

Prof. Dr. Thun

Die Weiterbildung spricht eine sehr heterogene Klientel an. Ein Ingenieur nähert sich Fragestellungen, indem er kritisch hinterfragt, ein Jurist dagegen würde vermutlich eine zugrundeliegende Systematik erarbeiten. Die Dozenten sind darauf eingestellt und stellen sicher, dass alle Teilnehmer auf ihre Kosten kommen. Gerade der Blick über den Tellerrand, das Profitieren von unterschiedlichen Erfahrungen und Hintergründen unterstützt den Lerneffekt, erweitert den Horizont. Wichtig ist die Verständigung auf Augenhöhe, wenn „Akademia auf Praktiker“ trifft.

Prof. Dr. Barthel

Die Teilnehmer verlassen eine solche Weiterbildung anders, als sie hineingegangen sind. Sie entwickeln andere Werthaltungen. Man lernt die Sprach derer, die im Unternehmen Entscheidungen treffen. Im Vordergrund steht nicht das Fachwissen, sondern die Erkenntnis, dass man in anderen Kategorien denken und sich Gehör verschaffen kann.

Prof. Dr. Thun

Mit dem Einsatz von Serious Business Games lernen Teilnehmer spielerisch, unternehmerisch zu denken, Managemententscheidungen zu treffen und damit relevante Aspekte zu analysieren und zu verstehen. Eine andere Methode – Inclass Experiments – bewirkt, dass die Teilnehmer kurz und prägnant anhand eines praktischen Prozesses lernen.

Prof. Dr. Barthel

Auch Fallstudienarbeit fließt immer mit in den Unterricht ein. Die Teilnehmer bringen ihre eigenen Geschichten und Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag mit. Oftmals sind sie der Ausgangspunkt für die eigene Weiterentwicklung. Als Dozent muss man immer authentisch sein, die angewandte Lehrmethode muss zu einem passen. Ein Vorteil ist, dass die Dozenten überwiegend Professoren der Frankfurt School sind und jahrelange Erfahrungen auf allen Ebenen der Lehre haben, was eine wirkliche Executive Education bedeutet.

Was schließt sich an ein solches Zertifizierungsprogramm an?

Prof. Dr. Thun

Aluminimanagement ist ein starker Indikator. Der Networking-Charakter bei Weiterbildungen ist sehr wichtig. Man bleibt verbunden und tauscht sich weiter aus.

Melanie Hilbert

Gerade für die FS-Alumni, die weitere Schritte im Unternehmen oder auch extern planen ist das General Management Programm ein sehr gutes Sprungbrett.

Interviewpartner

Professor Dr. Erich Barthel (em.) lehrt seit Juli 2000 an der Frankfurt School die Fächer Unternehmenskultur und Personalführung. Zu seinem Themengebiet gehören Veränderungsmanagement, leistungsorientierte Entlohnung und Humankapital.

Prof. Dr. Henrik Thun ist Associate Dean - Executive Education und hat seit September 2010 die Professur für Operations Strategy an der Frankfurt School inne. Seine Themenbereiche in der Lehre sind Operations Management, Supply Chain Management und Entscheidungstheorie.

Melanie Hilbert ist Managerin Executive Education bei der Frankfurt School und für die Programmentwicklung, Konzeption und Umsetzung von Seminaren, Ausbildungsprogrammen und Coachings für Führungskräfte und Geschäftsleiter in den Bereichen Leadership, Strategie und Innovation zuständig.