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10.03.2025 12:00:00

Unter dem Motto „Powering European Competitiveness: Innovation, Finance, and Strategic Resilience“ brachte die zweite Jahreskonferenz des Centre for European Transformation führende Vertreter/-innen aus dem Finanzwesen, der Politik und der Industrie auf dem Campus der Frankfurt School zusammen. Diskutiert wurden Strategien zur Förderung von Innovationen sowie zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit Europas in einem sich wandelnden globalen Umfeld. Ausgerichtet wurde die Konferenz in Zusammenarbeit mit der DWS als Sponsor und der Börsen-Zeitung als Medienpartner.

Der Zeitpunkt könnte nicht besser sein – Das Centre for European Transformation als zentrale Plattform in der aktuellen Debatte

Professor Dr. Nils Stieglitz, CEO und Präsident der Frankfurt School, eröffnete die Veranstaltung und betonte ihre Aktualität angesichts der vielfältigen Transformationen. Das Centre for European Transformation sei eine wichtige Stimme in der aktuellen Diskussion. Die hier geführten Debatten sowie entstehende Forschung bilden wertvolle Grundlagen für politische und wirtschaftliche Entscheidungen in Deutschland und Europa.

Professor Dr. Alexander Lorz sprach über die großen Herausforderungen, denen Europa gegenübersteht: Klimawandel, Energiewende, Digitalisierung sowie Sicherheitspolitik. Als hessischer Finanzminister sei er umso stolzer, dass das am Finanzstandort Frankfurt ansässige Centre for European Transformation die Diskussion um die Finanzierung europäischer Transformationen aktiv mitgestaltet. Er ging auch auf die Rahmenbedingungen ein, die die Politik für Unternehmen schaffen müsse, um wettbewerbsfähig zu sein, darunter Steuerreformen und Bürokratieabbau.

Zukunft gestalten: Strategische Imperative für europäische Transformation und Wettbewerbsfähigkeit

Dr. Ingrid Hengster, CEO Germany von Barclays, appellierte für ein schnelles, entschlossenes und gemeinsames Handeln. Europa stehe an einem entscheidenden Punkt der wirtschaftspolitischen Entwicklung und müsse Kapitalmärkte besser nutzen, um verlorene Wettbewerbsfähigkeit zurückzugewinnen. Im Anschluss diskutierte sie gemeinsam mit Nicola Beer, Vizepräsidentin der Europäischen Investitionsbank, und Professor Achim Wambach, Präsident des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung, darüber, wie Deutschland und Europa wieder attraktiver für Investitionen werden können. Themen wie die Entlastung von Unternehmen, die Mobilisierung von privatem Kapital und die Notwendigkeit schnellerer wirtschaftlicher Entscheidungsprozesse standen dabei im Fokus.

Ein besonderes Highlight war der CEO-Talk mit Dr. Tamaz Georgadze, CEO und Gründer von Raisin. Sein erster Chef, Dr. Eckart Windhagen, Board Advisor und ehemaliger Senior Partner bei McKinsey, sprach mit ihm über seine Erfahrungen, ein Fintech in Deutschland zu gründen und wie es ihm gelang, das Startup zu einem europäischen Marktführer zu skalieren.

Transformationen in einer geopolitisch ungewissen Welt finanzieren

In einer Videobotschaft betonte Maria Luís Albuquerque, EU-Kommissarin für Finanzdienstleistungen, dass privates Kapital mobilisiert und Investitionen erleichtert werden müssen, um Wachstum in Europa zu fördern. Gleichzeitig müsse sich Europa treu bleiben und wirtschaftlichen Fortschritt im Einklang mit den eigenen Werten gestalten.

Die anschließende Diskussion mit Hauke Burkhardt, Head Trade Finance & Lending DACH, Deutsche Bank, Professor Dr. Sascha Steffen, Direktor des Centre for European Transformation, und Vincenzo Vedda, Global Chief Investment Officer, DWS, befasste sich mit der Rolle der Finanzindustrie, nachhaltigen Investitionen und der Notwendigkeit intelligenter Deregulierung. Sascha Steffen betonte, dass eine Überprüfung der aktuellen Regulierungen notwendig sei, um Kapital effizienter in die Transformation zu lenken. Ebenso wurde die Skalierung von Risikokapital und die Schaffung attraktiver Rahmenbedingungen für Investoren diskutiert. Den Abschluss der Konferenz bildete eine Keynote von Professor Ilya A. Strebulaev von der Stanford University, der über die wesentlichen Prinzipien eines „Venture Mindsets“ referierte, das sowohl Start-ups als auch etablierten Unternehmen dabei hilft, Innovation und Wachstum zu beschleunigen.

Die Konferenz machte deutlich, dass Europa seine Wettbewerbsfähigkeit nur durch entschlossenes Handeln, bessere Rahmenbedingungen für Unternehmen und eine kluge Finanzierungsstrategie sichern kann. Forschung, Innovation und strategische Investitionen müssen dabei Hand in Hand gehen, um Europa nachhaltig zu transformieren und resilient gegen globale Herausforderungen zu machen.