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Frankfurt am Main, 12.06.2023 12:00:00

Die Global Shield Solutions Platform (GSSP) ist ein neues Finanzierungsvehikel, um Länder, die durch den Klimawandel besonders gefährdet sind, zu unterstützen. Die GSSP stellt zusätzliche finanzielle Mittel für die Entwicklung und Umsetzung von innovativen Absicherungsmechanismen zur Verfügung, um die Folgekosten von Katastrophenfällen zu reduzieren, die wirtschaftliche Erholung zu beschleunigen und damit Verluste und Schäden (Loss and Damage), die durch den Klimawandel verstärkt werden, wirksam zu bekämpfen. Die GSSP wurde auf dem Jahresforum der InsuResilience Global Partnership am 9. Juni 2023 im Gustav-Stresemann-Institut in Bonn offiziell vorgestellt.

Frankfurt am Main, 12. Juni 2023: Klimarisiken nehmen unaufhaltsam zu, Extremwetterereignisse werden häufiger und intensiver, mit schweren Folgen insbesondere für vulnerable Entwicklungsländer und vulnerable Bevölkerungsgruppen. Als Reaktion auf die zunehmenden Verluste und Schäden durch den Klimawandel haben sich die Gruppe der Vulnerable Twenty (V20) und die G7 darauf geeinigt, einen Globalen Schutzschirm gegen Klimarisiken (Global Shield against Climate Risks) einzurichten. Der Globale Schutzschirm wird eine kohärente, nachhaltige und besser koordinierte finanzielle Absicherung gegen Klimarisiken bieten.

Die Global Shield Solutions Platform (GSSP) ist eine multilaterale Finanzierungsfazilität und eines der zentralen Finanzierungsvehikel des Globalen Schutzschirms. Sie wird die Partnerländer des Globalen Schutzschirms darin unterstützen, Finanzinstrumente für eine bessere Vorsorge und eine zuverlässigere Katastrophenbewältigung zu entwickeln und umzusetzen. Eine Erhöhung der vorab vereinbarten Finanzmittel – über Absicherungsmechanismen wie beispielsweise regionale Risikopools, Katastrophenschutzfonds oder gegen Naturkatastrophen abgesicherte Kredite –, die schnell und zuverlässig vor oder kurz nach einer Katastrophe ausgezahlt werden, kann die Auswirkungen von Katastrophen verringern, die Wirtschaft vulnerabler Länder widerstandsfähiger machen und so Leben und Lebensgrundlagen retten.

Die GSSP bietet umfassende Unterstützung für vulnerable Länder, unter anderem Beratung und Zuschüsse für Forschung und Bildung als Grundlage für lokal angepasste Absicherungsmechanismen. Darüber hinaus trägt die GSSP zur Verbesserung des finanziellen Schutzes gefährdeter Länder bei, indem sie die Entwicklung und Umsetzung von Finanz- und Versicherungslösungen für Klima- und Katastrophenrisiken finanziert.

Die GSSP wird von der Frankfurt School of Finance & Management gemanagt. Die ersten Geldgeber sind die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich und Dänemark.

Sara Ahmed, Finance Advisor der V20, sagte: „Die Zeit ist nicht auf unserer Seite, und nur abzuwarten und auf Lösungen zu hoffen, wäre unrecht. Die GSSP ist ein Leuchtturm der Zusammenarbeit zwischen den klimavulnerablen und den fortgeschrittenen Volkswirtschaften. Die Plattform ist eine Anerkennung der Tatsache, dass es ungerecht wäre, die klimavulnerablen Volkswirtschaften, deren Menschen am wenigsten für den Klimawandel verantwortlich sind, das Risiko eines Zusammenbruchs der finanziellen und sozialen Absicherung tragen zu lassen. Die GSSP eröffnet neue Ressourcen, um das volle Potenzial des Instrumentariums der vorab vereinbarten Finanzmittel zu nutzen und den Aufbau von Schutzsystemen zu beschleunigen.“

Dr. Bärbel Kofler, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, sagte: „Die Stärkung der Widerstandsfähigkeit vulnerabler Bevölkerungsgruppen im Globalen Süden gegen Klimarisiken ist das Herzstück des Globalen Schutzschirms gegen Klimarisiken und ein Schwerpunkt des deutschen klimapolitischen Engagements. Gemeinsam mit unseren Partnern unterstützen wir daher die Initiative, und ich gratuliere der Global Shield Solutions Platform zu ihrem erfolgreichen Start. Die GSSP ist eines der zentralen Finanzierungsvehikel im Rahmen des Global Shield und trägt dazu bei, durch den Klimawandel verursachte Verluste und Schäden abzuwenden und zu minimieren. Mit ihrem bedarfsorientierten, inklusiven Ansatz wird die GSSP einen wichtigen Beitrag zur Verwirklichung des Ziels des Global Shield leisten, das Leben und die Lebensgrundlagen vulnerabler Menschen und Gemeinschaften zu schützen.“

Chrysoula Zacharopoulou, französische Staatssekretärin für Entwicklung, Frankophonie und internationale Partnerschaften, sagte: „Wenn es darum geht, die Auswirkungen des Klimawandels zu bewältigen, brauchen wir Solidarität, Vertrauen und umfassenden Schutz für die am stärksten gefährdeten Länder und Bevölkerungsgruppen. Darum geht es beim Global Shield, und aus diesem Grund unterstützt Frankreich diese wichtige und innovative Initiative. Auf dem Weg zur COP28 und wenige Tage vor dem Gipfel für einen neuen globalen Finanzierungspakt in Paris benötigen wir mehr denn je ein kollektives, ehrgeiziges Engagement, um die Resilienz und den Wohlstand weltweit zu fördern.“

Lotte Machon, Staatssekretärin für Entwicklungspolitik im dänischen Außenministerium, sagte: „Die Global Shield Solutions Platform ist ein wichtiger Baustein, um Absicherungsmechanismen umzusetzen, die im Katastrophenfall schnell Mittel an Regierungen und arme und besonders betroffene Menschen auszuzahlen. Die GSSP wurde entwickelt, um den Schutz der durch den Klimawandel gefährdeten Bevölkerungsgruppen zu verbessern, und stellt einen wichtigen Teil des dänischen Beitrags zur Bewältigung von Verlusten und Schäden dar.“

Dr. Annette Detken, Leiterin der Global Shield Solutions Platform, sagte: „Die Global Shield Solutions Platform ist ein wichtiger Schritt, um dem globalen Süden eine Stimme zu geben, wenn es darum geht, gemeinsam lokale Finanzkapazitäten aufzubauen und die Effektivität und Effizienz der Katastrophenhilfe zu erhöhen. Wir freuen uns sehr darüber, die GSSP an der Frankfurt School of Finance & Management zu managen. Dabei bauen wir auf unseren Erfahrungen auf, über die wir in der Bereitstellung nachhaltiger und innovativer Finanz- und Versicherungslösungen für Klima- und Katastrophenrisiken (CDRFI) verfügen. Das Engagement und die Expertise unserer Geber sowie die wichtige Rolle der V20 bei dem Aufbau des Global Shield und der GSSP schätzen wir sehr.“

Hintergrund

Der Globale Schutzschirm gegen Klimarisiken baut auf der InsuResilience Global Partnership auf, die von der V20 und der G20 mit dem Ziel gegründet wurde, bis 2025 ein Schutzsystem einzurichten, um 500 Millionen Menschen in klimatisch verwundbaren Ländern zu schützen. Mit seinem systematischeren, kohärenteren und nachhaltigerem Ansatz setzt der Globale Schutzschirm auf eine umfassende Strategie, die vorsieht, deutlich mehr finanzielle Mittel bereitzustellen für einen auf Schocks reagierenden Sozialschutz, frühzeitige und vorausschauende Maßnahmen und Notfallfonds. Dazu werden die Kräfte der V20, der G7 und weiterer Mitglieder gebündelt.

Die 2015 gegründete V20-Gruppe der Finanzministerinnen und Finanzminister ist eine Kooperationsinitiative von Volkswirtschaften, die besonders stark durch den Klimawandel gefährdet sind. Den Vorsitz hat derzeit Ghana inne. Der V20 gehören folgende 58 Länder an: Afghanistan, Äthiopien, Bangladesch, Barbados, Benin, Bhutan, Burkina Faso, Costa Rica, Dominikanische Republik, Elfenbeinküste, Eswatini, Fidschi, Gambia, Ghana, Grenada, Guatemala, Guinea, Guyana, Haiti, Honduras, Jemen, Kambodscha, Kenia, Kiribati, Kirgisistan, Kolumbien, Komoren, Demokratische Republik Kongo, Libanon, Liberia, Madagaskar, Malawi, Malediven, Marokko, Marshallinseln, Mongolei, Nepal, Nicaragua, Niger, Palau, Palästina, Papua-Neuguinea, Philippinen, Ruanda, Samoa, St. Lucia, Senegal, Sri Lanka, Südsudan, Sudan, Tansania, Timor-Leste, Tschad, Tunesien, Tuvalu, Uganda, Vanuatu und Vietnam.

Die Gruppe der 7 (G7) besteht aus Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, den USA und dem Vereinigten Königreich. Die Europäische Union nimmt ebenfalls an den G7-Treffen teil. Japan hat am 1. Januar 2023 die Präsidentschaft von Deutschland übernommen.

Weitere Informationen Finde Sie unter: www.global-shield-solutions.org

Kontakt: gssp@fs.de