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Führung & Management im Krankenhaus

Zertifizierung für leitende Ärztinnen und Ärzte

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Managementkompetenz für Ärztinnen und Ärzte

Für die erfolgreiche Leitung einer Klinik oder einer Hauptabteilung sind Führungskompetenz und klassische Management Kenntnisse essentiell. Bis dato sind sie nicht Bestandteil des Medizinstudiums oder der fachärztlichen Weiterbildung.

Die Frankfurt School schließt diese Lücke mit dem Zertifikatsstudiengang „Fit für die Zukunft – Führung & Management für leitende Krankenhausärzte“. Sie erwerben in diesem Programm das Wissen, das Sie zusätzlich zu Ihrer medizinischen Qualifikation und Expertise für eine erfolgreiche Leitungsfunktion benötigen.

Ihre Vorteile

Erprobtes Wissen aus der Praxis für eine kooperative Zusammenarbeit mit der kaufmännischen und pflegerischen Leitung eines Klinikums

In allen Modulen erhalten Sie neben dem theoretischen Input durch renommierte betriebswirtschaftliche Dozenten Einblicke in das in der Praxis erprobte Wissen ebenso hervorragender Ordinarien, Chefärzte, kaufmännischer und ärztlicher Direktoren aus erster Hand.

Diese Best-Practice-Geber stellen für Sie die Verbindung zwischen betriebswirtschaftlicher Theorie und den Herausforderungen ärztlicher Klinikleitung her. Der Zertifikatsstudiengang „Fit für die Zukunft – Führung & Management für leitende Krankenhausärzte“ ist die ideale Vorbereitung in der (Vor- )Phase des Bewerbungs- und Berufungsverfahrens für eine leitende Position.

Patientenorientierte und ressourcenschonende Klinikleitung 

Das Programm legt mit dem vermittelten betriebswirtschaftlichen und kommunikativen Handwerkszeug die Basis für eine kooperative Zusammenarbeit mit der kaufmännischen und pflegerischen Leitung eines Krankenhauses und befähigt zu einer erfolgreichen, patientenorientierten und mitarbeiterintegrierenden Klinikleitung.

Mentoring-Programm nach erfolgreichem Abschluss

Um Sie bei Ihrem Start in die neue leitende Funktion weiter zu unterstützen, haben Sie nach erfolgreichem Abschluss des Zertifikatsstudiengangs die Möglichkeit an einem Mentoring-Programm teilzunehmen. Als Mentoren stehen Ihnen Best Practice-Geber zur Verfügung. Optionale Module zu „Wissenschaftliches Arbeiten“ und „Drittmittelförderung/DFG“ vervollständigen das Angebot.
 

Studieninhalte

Der Zertifikatsstudiengang „Fit für die Zukunft – Führung & Management für leitende Krankenhausärzte“ umfasst 7 Pflichtmodule und 2 optionale Module. Die Vorlesungen zu den Fachthemen werden von ausgewiesenen Experten gehalten. Zusätzlich kommen Best Practice-Geber zu den Modulen und teilen ihre Erfahrungen aus der kaufmännischen Praxis respektive dem organisatorischen Klinikalltag mit Ihnen. Erfahrene Chefärzte und Ärztliche Direktoren stellen für Sie die Verbindung zwischen betriebswirtschaftlicher Theorie und den täglichen Herausforderungen her.

Facing the Unexpected – Modul 1

Facing the Unexpected

Zu Beginn dieses Programms setzen Sie sich mit dem sicheren Eintreten unerwarteter Situationen auseinander. Sie eruieren, welche Auswirkungen Organisationen auf ebensolche haben – respektive wie sie damit umgehen. Und Sie reflektieren, inwieweit Sie selber auf das Unerwartete vorbereitet sind.

  • Reliability
  • Mindful culture and managing the unexpected
  • Managing the Unexpected
  • How do you learn from an unexpected event?
  • Facing the unexpected: Difficult conversations
  • Managing the unexpected with four different stakeholders following an unexpected event
  • Fall from Grace

Dozent: Prof. Claus Rerup, PhD
Professor Rerup aus Dänemark konzentriert sich in seinen Forschungen auf die Bereiche Sensibilisierung von Organisationen, Dynamiken von Routine und Organisationslernen. Seine Forschungen werden in führenden akademischen Zeitschriften wie dem Academy of Management Journal, Administrative Science Quarterly und Organization Science veröffentlicht. Er ist Mitglied in Editorial Boards verschiedener wissenschaftlicher Journals.

Strategische Klinikführung – Modul 2

Eine konsistente Strategie für Ihre künftige Wirkungsstätte, die eingebettet in die übergeordnete Strategie des Klinikums und auch der des Trägers ist, basiert in aller Regel auf Ihrer Vision, die Sie z.B. im Rahmen des Berufungsverfahrens formuliert und präsentiert haben. Mit dem im Rahmen von Modul 2 vermittelten Wissen können Sie Ihre Vorstellungen auf fundierten Analysen aufbauen und Ihre Strategie daraus abgeleitet systematisch entwickeln. Mit einer gut formulierten und passenden Vision überzeugen Sie relevante Interessensgruppe und nehmen Ihre Mitarbeiter mit bei der Implementierung und Umsetzung Ihrer Ideen, die sowohl in einem zunehmend konsolidierten Markt (Stichwort strategische Positionierung) als auch unter zunehmendem Regulierungsdruck bestehen muss. Modul 2 zeigt Ihnen dieses Zusammenspiel auf. Der Prozess eines strategischen Managements von der Analyse über Planung, Steuerung bis zum Monitoring ist der rote Faden durch die Veranstaltung und verdeutlich die Bedeutung strategischen Managements als Führungsaufgabe.

Neben strategischen Management ist aus betriebswirtschaftlicher Sicht auch ein strategisches Marketing notwendig. Daher sind die Themen des dritten Tages auf die Ansprache Ihrer „Kunden“ und anderer Anspruchsgruppen ausgerichtet.

Strategische Klinikführung

  • Überblick und Verständnis für die Relevanz und Systematik des strategischen Managements
  • Identifikation und Analyse zentraler Entwicklungen im deutschen Gesundheitswesen
  • Diskussion alternativer Markt- und Wettbewerbsstrategien im deutschen Krankenhausmarkt
  • Diskussion alternativer organisatorischer und führungsbezogener Ansätze zur Verankerung des strategischen Managements
  • Anwendung ausgewählter Ansätze und Instrumente des strategischen Managements und der Strategieimplementierung

Dozent: Prof. Dr. rer. pol. Rainer Sibbel
Professor Sibbel ist Professor für Betriebswirtschaft, insbesondere Internationales Gesundheitsmanagement. Im Oktober 2004 wurde er als akademischer Direktor des MBA – International Hospital and Healthcare Management sowie Leiter des Institute for International Health Management auf den Lehrstuhl für Internationales Gesundheitsmanagement berufen. 

Best Practice-Geber: Dr. med. Thomas Beushausen, MBA
Dr. Beushausen ist Alleinvertretender Vorstand der Hannoverschen Kinderheilanstalt und Ärztlicher Direktor des Kinder- und Jungendkrankenhaus AUF DER BULT in Hannover. Nach seinem Medizinstudium von 1973 bis 1980 absolvierte er die Facharzt-Weiterbildung zum Arzt für Kinderheilkunde, sowie anschließend zum Arzt für Anästhesie und Intensivmedizin.

Die Entwicklung einer Strategie, die das Kinder- und Jugendkrankenhauses AUF DER BULT erfolgreich in das DRG-Zeitalter führte, eine kontinuierliche Portfolioanpassung, um veränderte Leistungsnachfragen aufzunehmen, die Entwicklung eines dazu passenden Personalentwicklungs- und Rekrutierungsplans, sowie die Planung notwendiger Investitionen und die Generierung finanzieller Mittel sind die zentralen Punkte seiner Tätigkeit.

Wissenschaftliches Arbeiten – Optionales Modul 1

Die Vorlesung findet in der Zeit von 16:00-19:00 Uhr statt.

Wissenschaftliches Arbeiten

  • rechtliche Grundlagen: AMG, MPG, BfArM 
  • besondere Aufgaben der Universitätsmedizin -Forschungsförderung / Förderinstrumente 
  • Anträge zur Genehmigung von Tierversuchen 
  • Ethikanträge 
  • die klinische Prüfung (BfArM) 
  • Forschung an nichtuniversitären Kliniken 
  • Vereinbarkeit von Klinikführung und Forschung

Dozentin: Prof. Dr. Ines Gockel
Prof. Gockel ist Geschäftsführende Direktorin der Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie am Universitätsklinikum Leipzig. Sie ist Fachärztin für Chirurgie, Viszeralchirurgie und Spezielle Viszeralchirurgie mit Schwerpunkt auf minimal-invasiven viszeralchirurgischen Eingriffen bei Krebserkrankungen.

Zu ihren wissenschaftlichen Schwerpunkten gehören u.a. die translationale Onkologie (Labor in der Universität Leipzig gemeinsam mit Dr. rer. nat. René Thieme), die molekulare Identifikation von Risikovarianten sowie der zellbiologischen Ursachen von Erkrankungen des oberen Gastrointestinaltrakts.

Rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen – Modul 3

Rechtliche Grundlagen und Rahmenbedingungen der ärztlichen Berufsausübung in Klinik und Praxis werden während der ärztlichen Ausbildung nicht vermittelt. Paradoxerweise verlangt aber die Ärztliche Berufsordnung, dass "Ärztinnen und Ärzte verpflichtet (sind), die für die Berufsausübung geltenden Vorschriften zu beachten". Das Modul 3 vermittelt die wesentlichen rechtlichen Grundlagen und Rahmenbedingungen der ärztlichen Berufsausübung und gibt pragmatische Hinweise zu potentiellen Konfliktsituationen. Organisatorische Rahmenbedingungen sind Gegenstand des dritten Tages dieses Moduls. Rechtliche Rahmenbedingungen haben ebenso Implikationen auf die Aufbau- und Ablauforganisation einer Klinik wie die Klinikstrategie. Daher ist Organisation eine Managementaufgabe und reicht von "Organisation und Strategie" über "SOP, Dienstanweisungen und Leitfäden" bis zu "Sitzungen und Besprechungen". Die Organisationsstruktur liefert das Gerüst für ein erfolgreiches Prozess-, Qualitäts- und Risikomanagement und damit die Basis für Patientensicherheit (Modul 6).

Rechtliche Rahmenbedingungen

  • Grundlagen des Arztrechts
  • Ärztliches Berufsrecht
  • Vertragsarztrecht
  • Arzt – Patientenverhältnis
  • Arzt und Krankenhaus
  • Behandlungsfehler
  • Staatsanwaltliches Ermittlungsverfahren

Dozent: Dr. iur. Albrecht Wienke

Dr. Wienke ist tätig auf dem Gebiet der juristischen Beratung und Vertretung medizinisch-wissenschaftlicher Fachgesellschaften und fachärztlicher Berufsverbände, der Beratung von Selbstverwaltungsorganen im Gesundheitswesen, Hochschulkliniken und Krankenhäusern aller Versorgungsstufen sowie der Beratung und Vertretung von Führungskräften im Gesundheitswesen.

Organisation als Managementaufgabe
  • Begriffe
  • Organisation im Unternehmen
  • Klassifikation Krankenhaus 
  • Aufgaben Krankenhaus
  • Organisation im Krankenhaus

Dozentin: Dr. med. Marie Ines Cartes
Dr. Cartes hat die Leitung der Stabstelle Medizinische Prozess- und Patientensicherheit der Medizinischen Hochschule Hannover inne. Ihre Schwerpunkte bei Lehrtätigkeit und Publikationen liegen auf  Prozessmanagement sowie Qualitäts- und Risikomanagement im Gesundheitswesen.

Best Practice-Geber: Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang Holzgreve, MBA
Prof. Holzgreve studierte Medizin an der Universität Münster. An der University of California Berkeley absolvierte er 1976 ein Studium in Public Health (MSc) und legte 1979 das amerikanische Staatsexamen (ECFMG) ab. Er ist Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe mit den Zusatzbezeichnungen Medizinische Genetik und Sportmedizin. 1985 wurde er Oberarzt in der Universitäts-Frauenklinik Münster, habilitierte sich 1986 und wurde 1991 durch das Ministerium in NRW zum Professor auf Lebenszeit ernannt. 1995 folgte er dem Ruf auf das Ordinariat für Gynäkologie und Geburtshilfe sowie die Stelle des Vorstehers der Frauenklinik am Universitätsspital Basel und war in dieser Position bis 2008 tätig. Von 2008 bis 2010 war Wolfgang Holzgreve Leitender Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender am Universitätsklinikum Freiburg. Im August 2011 erfolgte die Wahl zum Ärztlichen Direktor und Vorsitzenden des Vorstandes am Universitätsklinikum Bonn (UKB), wo er in dieser Funktion seit 1. 1. 2012 tätig ist. Das Universitätsklinikum ist seit 6 Jahren im Wissenschafts- und Klink-Ranking der sieben Universitätsklinika in NRW auf Platz 1, hat seit 3 Jahren eine positive Jahresbilanz und den vierthöchsten Case-Mix-Index in Deutschland.

Führung I: Der Chef und sein Team – Modul 4

Führung ist mehr als Management. Ein ganzheitliches Verständnis von Führung und Management greift das Gewicht der Verantwortung Ihres Chefseins auf. Drei wesentliche Punkte definieren die zugrundeliegende Komplexität:

Das Team und der Chef sind eine Einheit, der Chef erfüllt eine Vorbildfunktion und der Chef ist die letzte Instanz. Dies gut auszubalancieren setzt die Reflexion der eigenen Rolle voraus und ermöglicht die vertrauensvolle Zusammenarbeit im Team.

Ein funktionierendes Team und seine einzelnen Mitglieder wollen sich weiterentwickeln, das strukturiert zu fördern, schafft Opportunitäten und Zufriedenheit. Und um die ökonomische Sicht auch hier nicht zu vernachlässigen – es schont die Ressourcen und fördert den Ruf eines guten Arbeitgebers.

Meine Rolle als Führungskraft

  • Rahmen für ganzheitliche Führung
  • Meine Rolle als „zukünftige“ Führungskraft 
  • Führungsstile und ihre Kennzeichen
  • Situative Führung
Teams entwickeln
  • Teamrollen
  • Teamphasen 
  • Strategische Teamanalyse
  • Maßnahmen der Teamentwicklung im Detail
Nachhaltig und Effizient führen
  • Notwendigkeit einer systematischen Personalentwicklung 
  • Führungsrolle und Rolle als Coach
  • Überblick Persönlichkeitsmodelle, Profile und Auswahlverfahren
  • Auswirkungen nachhaltiger Führung – Motivation, Employer Branding, Image

Dozentin: Bettina Kappe, Diplom Psychologin  
Bettina Kappe ist Coach, Moderatorin und Beraterin für psychologische Dienstleistungen. Ihre Schwerpunkte liegen auf den Gebieten: Führung, Gesprächsführung, Verhandeln, Argumentieren, Konfliktbewältigung, Coachingtechniken, persönliche Wirkung

Best Practice-Geber: Prof. Dr. med. Matthias Ochs
Prof. Ochs ist Inhaber des Lehrstuhls für Anatomie an der Charité - Universitätsmedizin Berlin. Nach dem Studium der Humanmedizin an der Georg-August-Universität Göttingen promovierte er dort (1998) und absolvierte seine Weiterbildung zum Facharzt für Anatomie (1999). Nach weiteren wissenschaftlichen Stationen in San Francisco und Bern (Habilitation für Anatomie 2004) übernahm er im Jahr 2009 den Lehrstuhl für Funktionelle und Angewandte Anatomie an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Mit seinem Wechsel an die Charité im Jahr 2019 übernahm er dort die Leitung des Instituts für Vegetative Anatomie und der Core Facility für Elektronenmikroskopie. An der MHH gehörte Matthias Ochs als Vertreter der Professorengruppe der Projektgruppe "Exzellente Führung" an; sein Institut hat bei der letzten Mitarbeiterumfrage die besten Werte in den Kategorien "Zusammenarbeit mit dem direkten Vorgesetzten" und "Zusammenarbeit mit dem Abteilungsleiter" erreicht.

Investition und Finanzierung, Kosten- und Leistungsrechnung, Controlling – Modul 5

Krankenhausfinanzierung: Grundlagen des Finanzmanagements, Investitionen bewerten
  • Investition, Investitionsarten und Investitionsentscheidungsprozess
  • Dynamische Verfahren zur Bewertung von Investitionen
  • Finanzanalyse mithilfe von Kennzahlen (Betrieblicher Investitions- und Entscheidungsprozess)
  • DRG-System
KLR: Kenntnisse im externen und internen Rechnungswesen
  • Externes Rechnungswesen
  • Abbildung des Unternehmens in Bilanz und GuV anhand eines Fallbeispiels 
  • Auswertung von Bilanz und GuV mit Hilfe ausgewählter Kennzahlen
  • Internes Rechnungswesen
  • Aufgaben des internen Rechnungswesens
  • Kostenartenrechnung – Was sind Kostenarten?
  • Kostenstellenrechnung – Verrechnung von Kosten
  • Kostenträgerrechnung – Grundformen der Kalkulation
Controlling
  • Strategisches und operatives Controlling als integrativer Bestandteil von Unternehmensführung und Finanzmanagement
  • Inhalt und Aufbau von unterjährigen Zahlen und deren Aussagekraft
  • Budgetierung und Betriebswirtschaftliche Auswertungen
  • Quartals- und Halbjahresreports lesen und analysieren

Dozent: Prof. Dr. rer. pol. Georg Schlichting
Professor Schlichting ist Professor für Volkswirtschaft & Quantitative Methoden an der Hochschule Koblenz. Außerdem ist er Dozent und Autor. Seine Fachgebiete sind Volkswirtschaftslehre, Betriebswirtschaftslehre, Financial Planning/Consulting sowie Statistik.

Best Practice-Geber: Prof. Dr. phil. Rudolf Schmid
Prof. Schmid hat von 1966 bis 1972 an Universitäten in München, Hamburg und Bochum Mathematik/Physik und Psychologie studiert. Das Studium schloss er mit der Dissertation zum Dr. phil. 1975 ab. Nach wissenschaftlichen Assistententätigkeiten an der Medizinischen Hochschule in Hannover und an der Leibniz-Universität Hannover folgten projekt- und stabsstellenleitende Tätigkeiten im Gesundheitswesen. 1992 wurde Rudolf Schmid auf die hauptamtliche Professur „Struktur des Gesundheitswesens“ an der Leibniz-Universität Hannover berufen, diese hat er nebenamtlich bis heute inne.

In großen Gesundheits- und Klinikunternehmen verschiedener Träger war er bis 2015 für die Reorganisation, Führung und Leitung federführend verantwortlich bevor 2015 mit seiner kaufmännischen Expertise und seiner auf Kooperation ausgerichteten Herangehensweise auf Aufsichtsratspositionen wechselte.

Drittmittelförderung/DFG Anträge – Optionales Modul 2

Forschung braucht Geld. Bei den knappen Ressourcen der eigenen Einrichtung kommt national und international kompetitive Forschung außerhalb von extrauniversitären Forschungseinrichtungen an Universitätsklinika, anderen Krankenhäusern und im niedergelassenen Bereich nicht ohne Drittmittelförderung aus. Von Ärztinnen und Ärzten in Leitungsfunktionen wird eine erfolgreiche Drittmitteleinbewerbung verlangt. Drittmittelförderung wird in Deutschland vor allem aus öffentlichen Ressourcen und von Stiftungen getragen. Drittmittel aus der Privatwirtschaft dienen vor allem der Auftragsforschung. Gute Forschung zu betreiben ist für eine erfolgreiche Antragstellung eine Voraussetzung, aber keine allein nicht ausreichend. Optionales Modul 2 möchte Sie dabei unterstützen Ihre Drittmittelanträge besser zu machen um die Chancen auf eine Bewilligung zu erhöhen.

Drittmittelförderung/DFG Anträge

  • Was wird gefördert? / Besondere Programme
  • Öffentliche Fördertöpfe
  • Potentielle Förderer aus der Wirtschaft
  • Antragsvorbereitung
  • Begutachtungskriterien
  • Dos & Don‘ts

Dozent: Univ.-Prof. Dr. med. Orlando Guntinas-Lichius
Professor Guntinas-Lichius ist Lehrstuhl-Inhaber für HNO-Heilkunde an der Friedrich-Schiller Universität Jena und Direktor der HNO-Klinik des Universitätsklinikums Jena. Er ist Studiendekan der Medizinischen Fakultät der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Er bekleidet den Vorsitz des Lenkungsausschusses des Deutschen Studienzentrum für HNO-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie und ist Präsident der Deutschen Akademie für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie.

Prozess- und Patientensicherheit mittels Prozess-, Qualitäts- und Risikomanagements – Modul 6

Prozess- und Qualitätsmanagement ist Risikomanagement und damit essentielles Gestaltungsmittel im Rahmen von Patientensicherheit und Ausdruck evidenzbasierter Medizin (Leitlinien). Auch werden Haftungsrisiken durch ein funktionierendes System erheblich reduziert. Qualitäts- und Prozessmanagement sind aber auch entscheidende Gestaltungsmittel zur Vereinbarkeit von Medizin und Ökonomie.

In Modul 6 werden grundlegende Begriffe geklärt, wichtige Zertifizierungen/Akkreditierungen für Kliniken vorgestellt und deren Notwendigkeit diskutiert sowie Zusammenhänge und Zielkonflikte aufgezeigt. Fehlermanagement und Beschwerdemanagement sind ebenfalls Gegenstand dieses Moduls.

Diese Veranstaltung verdeutlicht darüber hinaus die Vernetzung der einzelnen Module dieses Programms und die Komplexität von Führung & Management im Krankenhaus: z.B. ist Qualitätsmanagement im Rahmen einer Klinikstrategie mitzudenken, es hat Einfluss auf die Kostenstruktur einer Klinik, rechtliche Implikationen sind zu berücksichtigen und schlussendlich müssen Sie als Hauptverantwortlicher Ihre Mitarbeiter, Kollegen und andere Stakeholder "mitnehmen", dazu sind Kommunikations-, Konflikt- und Führungskompetenz von Nöten.

Qualitätsmanagement

  • Begriffe
  • Allgemeines
  • KTQ
  • EFQM
  • DIN EN ISO 9000
  • DIN ISO 15224
Prozessmanagement
  • Begriffe
  • Prozessmanagement
  • Prozessgestaltung
  • Prozessoptimierung
Risikomanagement
  • Grundlagen und Begriffe
  • Strategie und Kulturänderung im RM
  • Organisation des RM: Aufbau und Ablauforganisation
  • Instrumenten des Risikomanagements  (Fehlermeldesystem, Beschwerdemanagement, usw.)
  • Umsetzung / Praxisbeispiele (Prozessorientierte Risikoanalyse)
  • Patientensicherheit und Sicherheitskultur / Patientensicherheit 4.0

Dozentin: Dr. med. Marie Ines Cartes
Dr. Cartes hat die Leitung der Stabstelle Medizinische Prozess- und Patientensicherheit der Medizinischen Hochschule Hannover inne. Ihre Schwerpunkte bei Lehrtätigkeit und Publikationen liegen auf  Prozessmanagement sowie Qualitäts- und Risikomanagement im Gesundheitswesen.

Best Practice-Geber: Prof Dr. med. Robert Schwab
Prof. Schwab ist Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie am Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz. Nach dem Studium in Regensburg, München und San Francisco folgte ab 1994 bis 2002 seine Weiterbildung zum Facharzt für Chirurgie an den Bundeswehrkrankenhäusern Ulm und Koblenz. Unterbrochen wurde diese Zeit durch eine Truppen- und Fliegerarztverwendung. Anschließend folgte bis 2004 die Weiterbildung zum Facharzt für Viszeralchirurgie an der Universitätsklinik der RWTH Aachen, wo er sich auch habilitierte. Nach dem Wechsel zurück ans Bundeswehrzentralkrankenhaus wurde er 2008 Leiter der Sektion Viszeralchirurgie und 2011 zum Direktor der Chirurgischen Klinik ernannt. Das Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz ist eine von 4 Kliniken in Deutschland, die nach den sehr hohen Standards der Joint Commission International (Gewährleistung internationaler Höchststandards in der Patientenbetreuung)  zertifiziert.

Führung II: Konflikt und Kommunikation – Modul 7

In den Empfehlungen der Bundesärztekammer zur ärztlichen Fortbildung wird an erster Stelle möglicher Fortbildungsinhalte außerhalb des medizinischen Fachgebietes und des Qualitätsmanagements die Kommunikation genannt ("Darüber hinaus soll sie die ärztliche Befähigung zur Kommunikation, …stärken"). Die ärztliche Ausdrucksweise ist geprägt durch das klare Verständnis der medizinischen Fachterminologie zwischen den Kollegen.

Diese Art der hier durchaus effizienten und effektiven Kommunikation schließt allerdings Patienten, ihre Angehörigen und nicht entsprechend qualifizierte Kommunikationspartner häufig aus und wird somit ineffizient und ineffektiv.

Modul 7 schließt den Kreis und nimmt Ihre Erfahrung aus und seit Modul 1 (Facing the Unexpected – Difficult conversations) auf. Es liefert das Handwerkszeug der Kommunikation, das Sie verstehen und zunehmend beherrschen sollten. Eine bewusste Kommunikation reduziert Konfliktpotential, doch wird dieses nicht auf „Null“ reduziert werden. Diskussion und Streit nicht zu eskalierenden Konflikten werden zu lassen, sondern die immanenten, konstruktiven Ansätze zu nutzen, macht Kommunikation zu Ihrem wichtigstes Hilfsmittel, das Sie für die Umsetzung aller Themen und der daraus resultierenden Aufgaben der vorangegangenen Module einsetzen können.

Konflikte und kommunikative Lösungsansätze

  • Konflikt vs. Streit
  • Konfliktarten
  • Konflikteskalation nach Glasl
  • Konfliktbewältigung
  • Kommunikationstheorie
Kommunikationspraxis
  • Bedürfnisse und Gefühle
  • Überzeugungen und Konfliktstil 
  • Ich - Botschaft 
  • Zuhören - Was ist das?
  • Theorie: Aktives Zuhören
  • Fragen zur Gesprächsgestaltung
  • Schwierige Gespräche 
  • Zielvereinbarungsgespräche

Dozentin: Simone Pöhlmann RA
Simone Pöhlmann ist beratende Rechtsanwältin mit Schwerpunkt Mediation. Sie leitet Klärungsgespräche bei schwierigen Situationen im beruflichen und privaten Bereich an und moderiert Sitzungen und Tagungen. Außerdem ist sie Ausbilderin für Mediation und hat auf diesem Gebiet 7 Streitschulen an verchiedenen Standorten gegründet. Frau Pöhlmann ist Autorin und Co-Autorin mehrere Fachbücher.
 

Zertifizierungsprüfung

Die Zertifizierungsprüfung ist nicht verplichtend. Sie kann optional gebucht werden und ist Voraussetzung für die Erlangung des Zertifikats.

Die Prüfung umfasst zwei Online Tests während der Präsenzphase. Eine Case Study ist nach Abschluss der Präsenzphase anzufertigen.

Mentoringprogramm

Neben Universitätsdozenten aus dem Bereich der Betriebswirtschaft und des Managements wird die Fortbildung durch Ärztliche Direktoren und Chefärzte durchgeführt, die als „Best Practice-Geber“ über Ihre Erfahrungen und Strategien berichten. Diese stehen im Rahmen eines an die Fortbildung anschließenden, optionalen Mentoring-Programms als Mentoren zur Verfügung.

Unter dem Motto „Die ersten 100 Tage als Chef“ wird in diesem Rahmen sowohl ein Coaching für eine erfolgreiche Bewerbung als auch ein Erfahrungsaustausch nach den ersten Monaten der Tätigkeit angeboten wird. Hier können mit erfahrenen Kollegen Probleme und deren Lösung diskutiert werden. Voraussetzung für die Teilnahme am Mentoring-Programm ist der erfolgreiche Abschluss des Zertifikatsprogramms.

1. Phase – Das Bewerbungsverfahren

  • Vorbereitung, Ablauf des Verfahrens
  • Berufungsverhandlungen, Berufungsvereinbarungen, Dienstverträgen
  • Personal- und Sachmittelausstattung etc.
  • Ihre Wünsche sind für die Themen ausschlaggebend

Zwei Treffen Face – to – Face

2. Phase – Die ersten 100 Tage als Chef

  • Ihre Fragen stehen im Mittelpunkt

Drei Meetings z.B. via Skype

Wissenschaftliche Leitung

Dr. Stephanie Schnichels ist wissenschaftliche Leiterin des Programms.

Sie absolvierte das Studium der Humanmedizin an den Universitäten Bonn, Würzburg und München. Als Assistenzärztin war sie von 1994 bis 2012 in der Pädiatrie und der Eltern-Kind-Rehabilitation tätig.

2012 ließ Stephanie Schnichels sich mit ihrer eigenen Praxis als praktische Ärztin nieder und entwickelte ihren nicht medizinischen Schwerpunkt als Kommunikationstrainerin, Coach, Supervisorin, Mediatorin weiter.

Stephanie Schnichels lässt sowohl ihre ärztliche klinische und unternehmerische Erfahrung in das Programm einfließen als auch ihr Wissen um die Erfolgsfaktoren Kommunikation und Konfliktbearbeitung in Führungsaufgaben.

Für Ihre Terminplanung

Modul 1 21.-22.02.2020
Modul 2 05.-07.03.2020
Modul 3 04.-06.06.2020
Modul 4 08.-10.10.2020
Modul 5 19.-21.11.2020
Modul 6 15.-16.01.2021
Modul 7 19.-20.02.2021

 
Option 1 05.03.2020
 
 
Option 2 19.11.2020
 
 

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Keyfacts

Abschluss

Zertifizierter Arzt / Zertifizierte Ärztin für Führung und Management im Krankenhaus (Frankfurt School)

Zielgruppe

  • (Angehende) leitende Krankenhausärztinnen und -ärzte auf dem Karriereweg zum Ordinarius, Chefärztin/-arzt, Abteilungs-/Institutsleitung oder ärztlichen Direktorium
  • Ärztinnen und Ärzte, die diese Positionen vor kurzem angetreten und bereits erste Erfahrungen gesammelt haben

Voraussetzungen

Abgeschlossene Facharztausbildung

Dauer

12 Monate mit insgesamt 18 Präsenztagen

Inhouse-Qualifizierung

Unser gesamtes Angebot ist auch maßgeschneidert für Ihr Unternehmen buchbar. Gerne beraten wir Sie dazu und erstellen Ihnen auf Wunsch ein individuelles Angebot.

Preise

Die Module 1-7 sind nur zusammenhängend buchbar.
Der Gesamtpreis beträgt 10.600 Euro inklusive der Anmeldung (100 Euro) und Zertifizierungsprüfung.

Optional können zwei weitere Module à 250 Euro zugebucht werden. 

Nach erfolgreicher Zertifizierung bietet die FS ein Mentoring-Programm an, das für 2.750 Euro gebucht werden kann.

Alle Beträge sind mehrwertsteuerfrei.

Hinweis

Die Inhalte dieser Veranstaltung werden produkt- und dienstleistungsneutral gestaltet. Wir bestätigen, dass die wissenschaftliche Leitung und die Referenten potenzielle Interessenkonflikte gegenüber den Teilnehmern offenlegen. Es besteht kein Sponsoring der Veranstaltung.

Preisvorteil von 10% ab dem 2. Teilnehmer pro Organisation und Starttermin.

Fachliche Fragen

Organisatorische Fragen